Uhren sammeln - Freude und Geldanlage zugleich
Betrachtungen für Sammler und Liebhaber:
Sammler
sind glückliche Menschen sagt der Volksmund und er hat damit Recht. Es waren
unsere Vorfahren die ihr Dasein auf der Tätigkeit als Jäger und Sammler
aufgebaut haben. Diese in grauer Vorzeit erworbenen Fähigkeiten haben sich bei
einer Vielzahl unserer Mitmenschen zu einem Bedürfnis entwickelt mit dem sie
sich ihren Alltag verschönern und ihre Zeit kurzweiliger gestalten lassen. Der
geistige Zweck ist die Freude an der Ästhetik eines Sammelobjekts, die
Verbindung zu einer (oder mehreren) geschichtlichen Zeitepoche, zur Faszination
an technischen Entwicklungen oder wie in unserem vorliegenden Falle die
künstlerische Schönheit zum Beispiel von Herrenuhren und oder auch Damenuhren.
Dem inneren Bedürfnis des Sammlers entspricht das Bestreben von solchen schönen
Dingen mehr zu besitzen und eine größere Stückzahl an zu häufen bzw. eben zu
sammeln.
Im Falle der Uhren stehen klassische, mechanische Armbanduhren längst wieder hoch im Kurs, besonders wenn sie aus "gutem Hause" sind, interessant aussehen und mit raffiniertem Innenleben den so genannten Komplikationen ausgestattet sind. Trotzdem ist es erst wenige Jahre her, dass sich eine verstärkte Sammlertätigkeit feststellen lässt. Waren es anfangs mehr die teureren, hochwertigen und in Form und Material mehr künstlerisch wertvollen Objekte, die zur Sammlerleidenschaft führten, so haben neuerdings auch die älteren, einfachen Modelle ihren Freundeskreis gefunden. Solche häufig und billig hergestellte Uhren eigneten sich nicht als Prestigeobjekt sondern eher als "Verbrauchsartikel". Sie wurden immer getragen, viel gebraucht und waren daher mit der Zeit wirklich verbraucht. Sie wurden abgelegt und wenn sie unbrauchbar geworden waren vielfach auch entsorgt. Ein Schicksal das sie mit den meisten Stücken aus anderen Sammlungen teilen müssen. Im Gegensatz hierzu ist die älteste und nur noch in wenigen Exemplaren bekannte Ausführung eines Uhrenmodells sicherlich sehr gefragt.
Interessant ist die Tatsache, dass von Sammlern die Herrenuhren bevorzugt werden. Der Grund hierfür ist folgender: Die Armbanduhr gilt heute als DAS Schmuckstück des Herren. Sie lässt sich sichtbar tragen und demonstriert Kennertum und Wohlstand. Dazu kommt dass Funktionalität und hochwertige Materialien ein gutes Investment darstellen. Es konnte also nicht ausbleiben, dass sich Sammler und Geldanleger für solche Jagdobjekte ( um beim Vergleich mit unserer Vorzeit zu bleiben ) gleichermaßen bemühen. In den meisten Fällen ist solch einem Sammelobjekt auch eine stete Wertsteigerung beschieden.
Wie schon sehr oft erlebt, gibt es aber auch eine Kehrseite der Medaille. Mit dem Blick auf die Geschichte der Armbanduhr kann man feststellen, dass dieser Verbrauchsartikel in erheblichem Maße den Modeströmungen unterlag und heute noch unterliegt. So kann es vorkommen, dass ein ehemals sehr teures Stück beim Händler für antike Uhren landet. Mit Sammlerglück findet man dann sein "Schnäppchen", auf das man schon nicht mehr gehofft hatte.
Als Abschluss dieser Gedankengänge sollte noch auf die immer stärker werdende Gefahr der Fälschungen hingewiesen werden. Die vergangenen 20 Jahre bescherten der Uhrenindustrie eine enorme Flut von Plagiaten. Die asiatische Markenpiraterie kennt hier keine Grenzen und kopiert ohne Hemmungen selbst teuerste und bekannteste Marken.
Also liebe Sammler und Geldanleger: Immer Augen auf ! !
Autor:Caro Müller
Mail: vz(at)hub-eisenach.de