Schmuck hat Geschichte
Man kann es kaum glauben, aber den Schmuck gibt es nicht erst seit gestern,
sondern schon seit mehr als 100.000 Jahren. Damals schmückten sich die Menschen
mit Muscheln. Das Schmuckstück aus Muscheln wurde aber nicht nur zum Tragen
genutzt, sondern auch zum Tausch von Nahrungsmitteln. Der erste Halsschmuck
wurde erstmal vor 125.000 Jahren erfunden. Die Halsketten waren damals schlicht
und einfach und ohne viel Aufwand wurden diese hergestellt. Einige Jahrzehnte
später, also in der Altsteinzeit, wurden die mehrgliederigen Ketten am
menschlichen Körper getragen. Während der Steinzeit wurden die Ketten aus
Knochen, Muscheln sowie Tierzähnen und Perlen hergestellt. Einige besaßen sogar
Ketten aus Bernstein. Viele Jahre später wurde Kupfer und Bronze zur
Herstellung von Ketten benutzt. Aber nicht nur Ketten wurden aus den Metallen
verarbeitet, sondern auch Metallperlen, Plättchen und Spiralen standen auf der
Herstellungsliste. Mit der Zeit sträubten sich die Menschen, Ketten oder
Spiralen aus organischen Stoffen zu tragen, egal ob es sich um Tierzähne oder
Bernsteine handelte. Aber nicht nur zum Tragen und Schmücken des Körpers wurden
die Ketten getragen, auch wurden die Schmuckstücke als Gegenstände betrachtet
und somit in der vorchristlichen Zeit als Grabbeisetzung genommen. Die
Schmuckanfertigung hat sich im Laufe der Jahre sehr stark verändert, sei es die
Qualität des Materials, aber auch die Menschheit hat sich immer mehr neue
Varianten zum schmücken des Körpers ausgedacht und neu erfunden. Wie Sie
vielleicht noch von früher wissen, konnte man Lebensmittel gegen irgendwelche
Gegenstände eintauschen. Dies war auch beim Schmuck der Fall. So konnte man früher
für 3 Perlen oder eine Bernsteinkette ein junges Huhn bekommen. Manches mal
würde sich vielleicht einer denken, wie schön es doch wäre, seinen Schmuck
einzutauschen gegen Lebensmittel, vor allem in der heutigen Zeit, wo alles
teurer geworden ist. Aber der Schmuck ist viel mehr zu einem Statussymbol
geworden, mit dem man sich wohl schmücken, aber nicht einkaufen kann.
Susan
Mueller
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ralf-richter1@gmx.de