Heilfasten lindert chronische Erkrankungen

Schon seit Jahrtausenden wird dem Heilfasten eine reinigende Wirkung zugeschrieben.

Eine jährliche Fastenkur wirkt sich förderlich auf den gesamten Organismus aus. Aus medizinischer Sicht zählt das Fasten zu den Ernährungstherapien. Mit Hilfe des Fastens können chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus, Gicht, Rheuma, Lebererkrankungen, Bluthochdruck und Hautleiden wie beispielsweise Neurodermitis spürbar gelindert werden.

Man sollte das Heilfasten keinesfalls mit einer sogenannten Null-Diät gleichsetzen, bei der lediglich Wasser und körperwichtige Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Diese Null-Diäten werden in speziellen Kurkliniken für stark übergewichtige Personen eingesetzt und haben mit dem Fasten nichts zu tun.

Bei dem Heilfasten nach dem Internisten Otto Buchinger geht es um das sogenannte Tee-Saft-Fasten. Hier gibt es außer reichlich Wasser auch noch einmal täglich eine heiße Gemüsebrühe und zuckerfreie Obst- und Gemüsesäfte. All diese Getränke helfen den Nieren dabei, die Abbauprodukte des Körpers auszuschwemmen, zudem versorgen die Säfte den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen und gleichen den Säure-Basen-Haushalt aus. Das ist besonders wichtig, weil der Körper während des Fastens leicht übersäuern kann.

Bevor mit der Fastenkur begonnen wird, muss ärztlich abgeklärt werden, ob diese für den Patienten geeignet ist. Am ersten Fastentag findet dann erst einmal eine Darmentleerung statt, die bereits das erste Hungergefühl nimmt. Nach 3 bis 4 Tagen ist das anfängliche Hungergefühl gänzlich verschwunden und der Patient fühlt sich leistungsfähig wie nie.

Obwohl man sich so fühlt, sollte man dennoch keine körperlichen Höchstleistungen erbringen. Wer möchte, kann dem Körper aber durch Bewegung beim Schlackenabbau helfen. Geeignet sind Ausdauersportarten wie Wandern oder Schwimmen. Eine Fastenkur kann in einer Klinik oder auch ambulant durchgeführt werden. Auf jeden Fall macht das Heilfasten in der Gruppe wesentlich mehr Spaß.

 

Sandra Müller

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